Mit 13 Sportlern reiste die sächsische Delegation der Klassiker am 19.06.2025 in das bayerische Elsenfeld, um sich mit den Besten auf nationaler Ebene zu messen. Nachdem am Freitag bereits die Frauen und Freistiler in das Turnier gestartet waren, begannen am Samstag für die Grecos die Kämpfe um die Medaillen.
Im Limit bis 60 kg gingen Niklas Nimtz und Mark Wagner (beide RC Chemnitz) an den Start. Niklas startete mit einer Niederlage gegen den späteren Finalteilnehmer Daniel Layer in das Turnier. Im Kampf um Platz 3 gegen Marvin Scherer konnte er mit einem technischen Überlegenheitssieg überzeugen und sicherte sich Bronze. Mark verlor ebenfalls seinen Auftaktkampf, konnte aber in der Hoffnungsrunde einen Sieg einfahren. Im Kampf um Platz 3 musste er dann eine deutliche Niederlage gegen den Südbadener Eugen Schell einstecken und beendete das Turnier mit dem 5. Platz.
Gleich fünf Sportler vom Bundesstützpunkt Leipzig starteten in der Gewichtsklasse bis 72 kg. Max Schmalfuß, Chris Militzer (beide KSV Pausa) sowie Aaron Hähnel (FC Erzgebirge Aue) verloren ihre ersten Kämpfe und schieden aus. Der am Stützpunkt in Leipzig trainierende Witas Behrend (RS Sudenburg), der für den Landesverband Sachsen-Anhalt auf die Matte ging, konnte zwei Kämpfe gewinnen, bevor er auf seinen Trainingskamerad Marco Stoll (FC Erzgebirge Aue) traf. In diesem Kampf hatte Witas das Nachsehen und belegte am Ende einen guten 7. Platz. Nach zwei Siegen und einer Niederlage stand Marco im kleinen Finale. In diesem konnte er Artur Pinsack nichts entgegensetzen und verlor technisch. Somit für Marco der, in diesem Fall, undankbare 5. Platz.
Im Limit bis 77 kg starteten Maximilian Schwabe (KSV Pausa) und Robert Schröder. Robert, der, wie Witas für die Landesorganisation Sachsen-Anhalt auf die Matte ging, verlor seinen Quali-Kampf und anschließend auch in der Hoffnungsrunde gegen Trainingspartner Max Schwabe. Damit war für Robert das Turnier beendet. Nachdem sich Max nach einer Niederlage und drei Siegen die Bronzemedaille erkämpft hatte, wurde es emotional. Sichtlich gerührt und unter großem Applaus des Publikums verließ Max die Matte ohne Ringerschuhe. Er bedankte sich beim Publikum und seinem langjährigen Trainer Andreas Bering, der ebenfalls mit den Tränen zu kämpfen hatte, und verabschiedete sich somit vom Leistungssport. Wir danken Max für die vielen spannenden Kämpfe, die er für den sächsischen Ringerverband auf der Matte stand und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute!
Erik Löser (RSK Gelenau) und Quentin Schmalfuß (ASV Plauen) vertraten unsere Landesorganisation in der Gewichtsklasse bis 82 kg. Während Quentin leider nach einem Kampf aus dem Turnier ausschied, stand Erik nach vier Siegen, wie bereits im vergangenen Jahr, im Finale. Während er sich voriges Jahr noch mit Silber „abfinden“ musste, machte er es dieses Jahr besser und erkämpfte sich mit einem technischen Überlegenheitssieg über den Neusser Iwan Tagner die Goldmedaille.
Einziger sächsischer Teilnehmer in der Gewichtsklasse bis 87 kg war Toni Peprny (RV Eichenkranz Lugau). Der ehemalige Leipziger Sportschüler wollte gern einmal wieder DM-Luft schnuppern, stieß aber in den beiden Kämpfen gegen den späteren Deutschen Meister Roland Schwarz sowie den Frankfurter Nikita Schaffert an seine Grenzen.
In der Gewichtsklasse bis 97 kg lieferten sich Anton Vieweg (RV Eichenkranz Lugau) und Connor Sammet (FC Erzgebirge Aue) einen heißen Fight. Beide standen sich nach jeweils zwei Siegen und einer Niederlage im Kampf um Platz 3 gegenüber. Anton fehlte nur noch ein Punkt zum technischen Überlegenheitssieg, als Connor eine furiose Aufholjagd startete. Am Ende hatte Anton knapp mit zwei Punkten die Nase vorn und holte sich die Bronzemedaille. Connor erkämpfte sich einen hervorragenden 5. Platz.
Bei den Superschweren kämpfte sich Franz Richter (AVG Markneukirchen) nach vier Siegen bis in das Finale. In diesem stand er Patrick Neumaier vom KSV Hofstetten gegenüber. Mit dem Kampfstil seines Gegners kam Franz so gar nicht zurecht, fand nicht in den Kampf und keine Mittel gegen den ständigen Vorwärtsgang seines Gegners. Am Ende musste er sich denkbar knapp geschlagen geben. Silber für Franz.
Mit 1 x Gold, 1 x Silber und 3 x Bronze verabschiedeten sich die sächsischen Klassiker um Landestrainer Andreas Bering und Co-Trainer Nils Buschner von den diesjährigen Deutschen Meisterschaften. In der Länderwertung kann ein guter 4. Platz – mit nur einem Punkt Abstand zum Drittplatzierten – verbucht werden.
Es war wieder ein langes, spannendes und anstrengendes Wochenende mit vielen Emotionen. Vielen Dank an alle mitgereisten Vereinstrainer und Betreuer, die die Sportler maximal unterstützt haben. Ein herzliches Dankeschön geht auch nicht zuletzt an Physio Tilo Türk, der mit seiner professionellen Betreuung für eine bestmögliche Wettkampfvorbereitung der Sportler gesorgt hat.

