Im Juni fanden bereits zum zweiten Mal im bayerischen Elsenfeld die Deutschen Meisterschaften der Frauen und Männer in beiden Stilarten statt. Unsere Ringerinnen sorgten schon am Freitagabend für einen fulminanteren Auftakt des sächsischen Teams und setzten damit ein deutliches Achtungszeichen in Richtung Bundestrainer.
Mit fünf! Deutschen Meistertiteln, drei Vizemeisterinnen und drei Bronzemedaillegewinnerinnen sichert sich das Landestrainerteam Florian Rau und Emil Tonev ganz klar und mit deutlichem Abstand den ersten Platz in der Mannschaftswertung.
Bereits am Freitagabend hatten im nordisch ausgetragenem Turnier Cassidy Richter und Naemi Leistner, beides Ringerinnen aus dem Zwönitztal, sowie Amory Andrich vom SV Luftfahrt Berlin, in spannenden Duellen den Titel holen können. Zudem erkämpfte sich Annalena Landgraf vom KFC Leipzig den Vizetitel. Mit zwei Siegen und einer Niederlage gegen ihre Trainingspartnerin Cassidy Richter glänzte die Leipziger Ringerin. Katharina Krupna holte sich den zweiten Vizemeistertitel an diesem Tag. Die Leipziger Ringerin musste sich lediglich der Luftfahrtringerin Amory Andrich, die am Bundesstützpunkt mit ihr trainiert, geschlagen geben.
Ella Lina Gonzalez, ebenfalls aus den Reihen des KFC, und Xenia Steiert aus der Chemnitzer Ringerschmiede zeigten im Tunierverlauf ihren Entwicklungssprung der letzten Wochen. Achtungsvoll revanchierten sich beide Athletinnen für ihre Niederlagen gegen selbige Gegner bei der u20 DM 2025.
Melanie Lorenz, die seit vergangenem Jahr unter den Fahnen des FC Erzgebirge Aue ringt, musste sich in einer stark aufgestellten Gewichtsklasse in diesem Turnier noch geschlagen geben. Dennoch konnte das junge Talent wertvolle Wettkampferfahrungen sammeln.
Am Samstagnachmittag fanden die Kämpfe um Platz 3 und 1 statt. Luna Rothenberger vom RC Chemnitz, Annalena Pohl vom KFC Leipzig und Kimberly Seifert von den Werdauer Ringern gewannen ihre jeweiligen Kämpfe um den dritten Platz und sicherten sich das bronzene Edelmetall.
Nach fast fünfjähriger Wettkampfpause trat Desirée Schäfer noch einmal auf die Ringermatte. Die Leipziger Sportlerin konnte nach zwei Siegen und einer Niederlage ins kleine Finale einziehen und sicherte sich am Ende einen guten fünften Platz. In der gleichen, mit 15 Teilnehmern besetzten, Gewichtsklasse beendete das KFC Eigengewächs Anjali Arndt ihr Turnier ebenso mit dem fünften Platz. Mit Siegleistungen im Wettkampfverlauf unterlag sie im kleinen Finale denkbar knapp ihrer Gegnerin.
Im gesamten Turnierverlauf dominierte Anastasia Blayvas all ihre Gegnerinnen und wurde auch im Finale souverän Deutsche Meisterin in der Gewichtsklasse bis 57 kg. Fiona Gasser vom AC Werdau brachte den fünften Meistertitel des sächsischen Frauenteams mit nach Hause. Im spannenden Finale gegen ihre Dauerrivalin Josephine Wrensch aus Thüringen hatte sie um Haaresbreite die Nase vorn.
Den letzten Kampf des Abends, gegen 21:30 Uhr, bestritt, wie schon im letzten Jahr, Gerda Barth. Vor leergefegten Rängen unterlag die Auer Ringerin der Freiburgerin Sophia Schäfle – Silber für Gerda.
Alles in allem ein gelungenes Meisterschaftswochenende für den weiblichen Ringkampf in Sachen, mit vielen Gänsehautmomenten, Freudentränen und unvergesslichen Erinnerungen. Danke an euch alle.

