Das I. Ranking Turnier in Zagreb/Kroatien ist bereits Geschichte und Amory Olivia Andrich konnte bei ihrem ersten Auftritt in der neuen Gewichtsklasse bis 57 kg (Frauen) auf ganzer Linie überzeugen. Mit dem Gewinn der Bronzemedaille stellte sie einmal mehr eindrucksvoll ihre internationale Klasse in so jungen Jahren unter Beweis.
Nach einem vorzeitigen und klaren 9:0-Schultersieg in der Qualifikation gegen Samantha Stewart aus Kanada folgte ein wahrer Kraftakt gegen die physisch sehr starke Schwedin Elvira Hulthen. In einem intensiven Duell setzte sich Amory am Ende knapp, aber verdient mit 6:5 nach Punkten durch und zog ins Halbfinale ein.
Dort traf sie auf M. Manisha aus Indien. In diesem Kampf waren die körperlichen Unterschiede deutlich spürbar, und Amory fand zu keiner Zeit richtig in die Begegnung. Trotz guter kämpferischer Leistung musste sie sich am Ende technisch überlegen mit 0:11 geschlagen geben.
Durch die Halbfinalniederlage blieb jedoch die Chance auf Bronze erhalten. Es entwickelte sich ein packender Kampf gegen die Schwedin Tindra Dalmyr, die sich über die Hoffnungsrunde qualifiziert hatte. Am Ende brachte Amory ihren 4:2-Punktevorsprung souverän über die Zeit und belohnte sich sensationell mit der Bronzemedaille. Bemerkenswert: In beiden Kämpfen gegen die schwedischen Gegnerinnen hatte Amory jeweils die Möglichkeit, die Begegnung vorzeitig zu beenden, nachdem diese sich in gefährliche Lagen gebracht hatten. Insgesamt war es ein sehr starkes und intensives Turnier auf absolutem Weltniveau im Seniorenbereich.
Weitere Starterinnen des Bundesstützpunkts Leipzig
Neben Amory gingen auch Gerda Barth (FCE Aue, bis 68 kg) und Naemi Leistner (RV Thalheim, bis 62 kg) an den Start.
Für Gerda war das Turnier nach einer 0:11-Auftaktniederlage gegen die starke Inderin M. Lather leider früh beendet. Da sich Lather aus Indien später Kennedy Blades aus den USA mit 3:5 geschlagen geben musste, blieb Gerda der Weg über die Hoffnungsrunde verwehrt.
Naemi traf im ersten Kampf direkt auf die aktuelle Vize-Europameisterin 2025, Johanna Lindborg aus Schweden. Bis zum Schluss bot sie einen Kampf auf Augenhöhe und entschied sogar die zweite Runde für sich. Eine kurze Unaufmerksamkeit kurz vor der Pause reichte jedoch aus, sodass Lindborg den Kampf denkbar knapp mit 4:2 für sich entscheiden konnte.
Der Abstand zur internationalen Frauenspitze ist gering und Naemi ist in ihrem ersten U23-Jahr bereits absolut konkurrenzfähig auf europäischem Topniveau und im Frauenbereich angekommen. Durch den Finaleinzug von Lindborg erhielt Naemi Leistner die Chance in der Hoffnungsrunde gegen B. Fand aus Indien anzutreten. In einem erneut sehr engen Duell musste sie sich jedoch unglücklich mit 2:2 geschlagen geben und schied trotz starker Leistung aus dem Turnier aus.
Blick nach vorne
Das I. Ranking Turnier macht definitiv Lust auf mehr für unsere „jungen Wilden“. Für alle drei Athletinnen vom BSP Leipzig war das Turnier gleichzeitig ein wichtiger Schritt im Hinblick auf die U23-Europameisterschaften Anfang März in Zrenjanin/Serbien.
Herzlichen Glückwunsch!

