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Ringer- und Kampfrichterikone Hansjörg Spatschke feierte seinen 80.


Plauen – Riesenandrang am Samstag im Hause Spatschke in Plauen, wo Ringer- und Kampfrichterikone Hansjörg Spatschke seinen 80. Geburtstag feierte. Kampf- und Weggefährten aus Plauen, Weischlitz und Pausa gaben sich die Klinke in die Hand, um dem Jubilar zu gratulieren.  

„Ich weiß gar nicht, wohin mit den vielen Geschenken“, freute sich Hansjörg Spatschke, der am 27. Juni 1940 in Plauen geboren wurde, über die  Anerkennung aus den Vereinen, für die er viele Jahre wirkte.

4 Generationen der Familie Spatschke prägten- und prägen das Bild des Ringkampfsportes in Plauen und Pausa, hier der Jubilar Hansjörg Spatschke mit den nachfolgenden Generationen, v.l.: Lutz Spatschke mit Tochter Joline, John-Paul Spatschke, Hansjörg Spatschke, Andreas Spatschke, mit Sohn Lukas.

Kategorie: Allgemein
Autor: Jörg Richter
letztes Update: 1. Juli 2020 - 20:49

Erstaunen gab es bei viele Gästen, denn das Arbeitszimmer in der Wohnung von Hansjörg Spatschke ist voll gefüllt mit Ringer-Heftern, Zeitungsartikeln, Bildern, Urkunden und Medaillen aus über 70 Sportjahren. „Wenn das Ringermuseum in Schifferstadt schließen muss, dann kann Hansjörg Spatschke hier wieder eins eröffnen“, so der allgemeine O-Ton der Gäste aus den Ringervereinen. Einer konnte allerdings nicht mehr mit Hansjörg Spatschke feiern, der einstige Vorstand des ASV Plauen Peter Tannert, war am Tag vorher nach langer Krankheit verstorben. „Wir haben an ihn gedacht und auch eine Schweigeminute eingelegt“, konnte Hansjörg Spatschke die Tränen über den Tod des langjährigen Weggefährten nicht unterdrücken.

Die lange, sportliche Laufbahn von Hansjörg Spatschke begann im Juli 1948 bei der BSG Motor Nord in Plauen, damals noch in der Sektion Schwerathletik, in der neben Ringen auch Gewichtheben und Boxen beheimatet waren. „Ich habe alle Sportarten durchlaufen, hatte auch einige Erfolge, bin dann aber bei den Ringen hängen geblieben“, so der Jubilar, der auch immer einen Blick für die Gewichtheber übrig hat, da sein Vater Paul Spatschke noch mit Olympiasieger von 1928 Kurt Helbig in einer Mannschaft stand und die Drähte zum AC Atlas heute noch glühen.

Der Weg führte Hansjörg Spatschke als Ringer-, später auch als Kampfrichter und Funktionär über die Stationen BSG Motor Nord Plauen, die ab 1956 in BSG Motor Plamag Plauen umbenannt wurde. Als Ringer trainierte Hansjörg Spatschke zwischen 1958 und 1960 beim ASK Leipzig, wo er gemeinsam mit vielen Ringern auf der Matte stand, die sich auf die Olympischen Spiele in Rom vorbereiteten.

Hansjörg Spatschke zog es zurück ins Vogtland, wo er zunächst mit Peter Tannert und Bringfried Zschäck die Mannschaft von Traktor Weischlitz bis in die DDR-Liga führte, war 1979 Mitbegründer des ASV Plauen, aus dem viele Talente hervorgingen, die später auch internationale Meisterschaften bestritten, darunter auch seine drei Söhne.

Gute Verbindungen gab es in dieser Zeit auch in die Erdachsenstadt Pausa, wo Hansjörg Spatschke im Vorstand tätig war und später den Vorsitz der Alten Pausaer Athleten übernahm, mit denen er Kampfrichter- und Athletentreffen organisierte, sowie gemeinsam mit den beiden gleichaltrigen KSV-Urgesteinen Klaus Wappler und Horst Steinert das Vereinssportfest aus der Taufe hob.

Ringen und Gewichtheben haben das bisherige Leben von Hansjörg Spatschke bestimmt und geprägt, der für seine Aktivitäten viele Ehrungen erhielt. So konnte er den vielen Geburtstagsgästen Ehrennadeln des DTSB der DDR, des Deutschen Ringer- Verbandes der DDR, des ASV Vorwärts und des KSV Pausa präsentieren. Seit 1990 ist Hansjörg Spatschke Ehrenmitglied bei den Gewichthebern des AC Atlas Plauen, 2005 wurde er beim KSV Pausa zum Ehrenmitglied berufen. Auch der Ehrenpokal des KSV Pausa zum 100-jährigen Vereinsjubiläum 2005, zur ‚Anerkennung für besondere Verdienste‘ bekam seinen Ehrenplatz im kleinen Arbeitszimmer. 

Aus den Händen des DTSB-Präsidenten Manfred Ewald erhielt Hansjörg Spatschke die Ehrenurkunde als ‚Vorbildlicher Kampf- und Schiedrichter des DTSB der DDR‘. 

 Ganz besonders freute sich der Jubilar, dass er an diesem Tag die gesamte Familie um sich wusste. „Erstmalig kamen alle 10 Enkel zusammen“, freute sich der nunmehr 80-jährige-, aber noch immer sehr rüstige Plauener, dass der Name Spatschke mit John-Paul weiter in den Ergebnislisten stehen wird, das junge Talent der 4. Spatschke-Ringer-Generation schlug einen leistungssportlichen Weg ein und wechselt nun von der Nachwuchs-Sportschule Chemnitz an den Bundesstützpunkt nach Leipzig.

Seinen letzten Einsatz als Aktiver hatte Hansjörg Spatschke bei den Weltmeisterschaften der Masters 1992 in Bukarest (ROU). „Eigentlich begleitete ich wie so oft meinen Sohn Andreas zu den Welttitelkämpfen der Masters in die Rumänische Hauptstadt, wohin wir gemeinsam mit dem Greizer Schwergewichtler Erhard Schmelzer reisten, wo ich dann vor Ort überredet wurde mitzumachen“, schüttelt Hansjörg Spatschke über seinen letzten Einsatz als Aktiver heute noch den Kopf, zeigt jedoch stolz die Urkunde für den 6. Platz, den er vor 28 Jahren-, also als 52-jähriger ohne entsprechende Vorbereitung erkämpfte und die natürlich einen Ehrenplatz im Arbeitszimmer bekam.

„Ich weiß gar nicht wohin mit den vielen Geschenken, zudem stand das Telefon nicht still, während sich viele Gäste am Samstag die immer wieder desinfizierte Klinke in die Hand gaben“, freute sich Hansjörg Spatschke über die vielen Gratulanten- und Glückwünsche der Familie, aber auch vieler alter- und junger Weggefährten. 

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